Veranstaltungsreihen

Kunst, Kultur, Literatur, Musik, aber auch Yoga – in jedem dieser Felder wartet die Schwabenakademie mit Veranstaltungsschwerpunkten auf. Über die Zeit haben sich Reihen entwickelt, die ein- oder zweimal im Jahr realisiert werden und dem Interesse des Publikums in anspruchsvoller Weise gerecht werden.

Kopfgrafik Schwabenakademie Irsee
Das Allgäuer Literaturfestival

Das Allgäuer Literaturfestival

Allgäu: im Zentrum des literarischen Geschehens

Hochkarätige Literaturfestivals gibt es ganz überwiegend in den städtischen Metropolen. Weil die Literatur aber überall ein begeistertes Publikum findet, holt das Allgäuer Literaturfestival seit 2016 prominente Autorinnen und Autoren ins Allgäu. Im Mai wird so das schwäbische Voralpenland zum Zentrum des literarischen Geschehens.

www.allgaeuer-literaturfestival.de

Literarische Begegnungen live und ganz nah

„Die schönste Arena für ein Buch ist der Autor im Gegenüber seiner Leser.“ Davon ist Hauke Hückstädt, Leiter des Literaturhauses Frankfurt am Main, überzeugt (SZ 3. März 2018).

Das Allgäuer Literaturfestival steht für aktuelle Literatur und Autorenpersönlichkeiten zum Anfassen. In der gesamten Region, von Buchloe bis Lindenberg, von Füssen bis Memmingen, von Lindau bis Bad Wurzach finden Veranstaltungen statt, die dazu einladen, aktuelle Romane und Erzählungen, bewegende Biografien oder spannende Sachbücher kennenzulernen. Neben den öffentlichen Hauptlesungen fordert ein spezielles Programm Kinder und Jugendlich dazu auf, die Welt der Literatur zu entdecken. „Zwischen zwei Buchdeckeln pulsiert das Leben – aufregend, manchmal gefährlich, immer berührend. Autoren kennenzulernen, gerade das kann ein junges Publikum fürs Lesen begeistern!“ sind sich Projektleiterin Dr. Sylvia Heudecker von der Schwabenakademie und der Künstlerische Leiter Dr. Thomas Kraft einig.

Schon gesehen?!

Wenn Sie einen näheren Blick auf das Design des Programmhefts zum Allgäuer Literaturfestival werfen, werden Sie es sehen: Die Hintergrundgestaltung ist in schwarz/weiß gehalten. Die vertikalen Linien, lassen an Buchseiten denken, die beim Blättern Schatten werfen. Und als weiteres Element wachsen Buchstaben aus den Linien. Aus Buchstaben werden Wörter, aus Wörtern Texte, aus Texten Bücher und Literatur.

 

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Ausstellung: Schwäbische Künstler in Irsee

Ausstellung: Schwäbische Künstler in Irsee

Seit über 30 Jahren findet in Irsee die Ausstellung „Schwäbische Künstler in Irsee“ statt, kurz „BBK-Ausstellung“. Das Kürzel rührt her von den Kooperationspartnern. Das sind die Berufsverbände der Bildenden Künstler in Schwaben, der eine BBK Schwaben Nord und Augsburg e.V. (www.kunst-aus-schwaben.de ), der andere Allgäu/Schwaben-Süd e.V. (www.kunstinschwaben.de ). Zusammen mit ihnen richtet die Schwabenakademie Irsee die große gemeinsame Jahresausstellung aus.

Die Ausstellung gibt einen umfassenden Einblick in das derzeitige Schaffen schwäbischer Künstlerinnen und Künstler. Sie wird seit 1989 organisiert und durchgeführt. Teilnahmeberechtigt sind die Mitglieder der beiden Verbände. Sämtliche Techniken der bildenden Kunst sind zugelassen. Wer Werke zeigen möchte, stellt sich dem Urteil einer siebenköpfigen Auswahljury, die über die Aufnahme in die Ausstellung entscheidet. Die Mitglieder der Jury werden paarweise von den beiden Berufsverbänden entsandt, die jeweiligen Vorsitzenden sind in der Regel dabei. Außerdem kommen aus der Schwabenakademie zwei Juroren sowie ein Vertreter der Meckatzer Löwenbräu Heimenkirch. Die Ausstellung ist mit dem „Meckatzer Kunstpreis“ verbunden, der mit 3.000 € dotiert ist.

Seit einigen Jahren findet die Vernissage der BBK-Ausstellung am Samstag vor Beginn der Karwoche statt. Von da an zeigt sie zwei Wochen lang eine aktuelle Schau des schwäbischen Kunstschaffens. Verbunden mit der BBK-Ausstellung ist seit nunmehr 25 Jahren eine Sonderausstellung, die sich entweder einem Thema widmet oder einer künstlerischen Disziplin, etwa der Textilkunst. Auch diese Sonderausstellung wird juriert und auch hier gibt es einen Preis zu gewinnen. Dieser ist gestiftet von der Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren.

 

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Cura Sui-Yogafestival

Cura Sui-Yogafestival

Das Cura sui-Yogafestival sucht bewusst den Brückenschlag zwischen asiatischer und europäischer Tradition. Indien ist die Heimat des Yoga. Mitte des 19. Jahrhunderts begannen die Europäer sich für die Weisheitstexte des Yoga zu interessieren. Im 20. Jahrhundert wurde auch die körperliche Form des Übens, das was wir inzwischen als Hatha-Yoga kennen, immer beliebter. Heute ist Yoga in der ganzen Welt zuhause. Im europäischen Raum blickt die Verbindung des Spirituellen mit dem Körperlichen auf eine eigene Geschichte zurück. Auch hier kennt man den Auftrag an das Individuum, mit dem Geschenk des Lebens aufmerksam und verantwortungsvoll umzugehen: Cura sui heißt dieses Konzept.

Yoginīs und Yogis, Asanaenthusiasten, Meditationsbegeisterte, Philosophiebegeisterte, OM-Chanter, Ein- und Ausatmer, Lebenslieber, Kirtansinger sowie alle, die mit Freude eintauchen wollen in eine jahrtausendealte Weisheitslehre und Lebenspraxis, sind herzlich zum Kommen eingeladen.

Seit mehreren Jahrzehnten veranstaltet die Schwabenakademie Irsee sehr erfolgreich Yoga-Kurse, unter anderem auch mit der Projektleiterin des Cura sui-Yogafestivals Stephanie Schönberger. Das Cura sui-Yogafestival macht Irsee am letzten Septemberwochenende zum Zentrum des Yoga im Allgäu.

 

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Dîner-Konzerte

Dîner-Konzerte

Musik und kulinarischer Genuss

Zweimal im Jahr, einmal im frühen Frühjahr, dann im späten Herbst, lädt die Schwabenakademie zum Musikerleben der Extraklasse ein. Ausgewählte Ensembles spielen im Festsaal des ehemaligen Klosters klassische Kompositionen. Anschließend lädt das Restaurant des Hauses zum exquisiten Dîner. Musik und Menü werden immer thematisch reizvoll aufeinander abgestimmt.

Veranstalter der Irseer Dîner-Konzerte sind die Schwabenakademie (Konzert) und das Schwäbische Bildungszentrum Kloster Irsee (Dîner).

 

Eines der erfolgreichsten Veranstaltungsformate

Mit den Irseer Dîner-Konzerten präsentieren Schwabenakademie und Bildungszentrum das ehemalige Benediktinerkloster von seiner attraktivsten Seite. Schon seit der Eröffnung im Jahr 1981 bietet das Bildungszentrum ein reizvolles Konzertprogramm und eine Küche der Gaumenfreuden. Dahinter steht die benediktinische Tradition, in der die Künste gepflegt werden und gelebte Gastfreundschaft als hohe Tugend gilt.

Vor diesem Hintergrund lag es nahe, eine Veranstaltungsreihe zu konzipieren, die Musik und kulinarischen Genuss miteinander verbindet. Am 20. November 2010 war es erstmals soweit. Die Reihe Irseer Dîner-Konzerte begann mit einem Chopin-Abend des Pianisten Walter Pfann. Seitdem folgen jährlich zwei Konzerte, die gelegentlich von Solisten bestritten werden, meist aber von Kammermusikensembles. In der Dîner-Konzert-Reihe spielen Musikerinnen und Musiker von Rang und Namen, die auf dem internationalen Parket erfahren sind. Exzellente Instrumentalisten kommen auf unsere Klosterbühne im ländlichen Allgäu, weil sie den Festsaal mit seiner Akustik und der unmittelbaren Nähe zum Publikum schätzen.

Das musikalische Programm eines Dîner-Konzertabends ist eng mit der Menüfolge abgestimmt. So war das Münchner Gitarrentrio mit dem Programm „Spain“ zu Gast – und selbstverständlich gab es Leckereien der iberischen Küche. Das Minguet Quartett spielte Mozart und Bartók, gefolgt von einem Menü mit Spezialitäten aus der ehemaligen Donaumonarchie.

Über die Jahre hat sich ein begeistertes Stammpublikum herausgebildet. Dass die Dîner-Konzerte musikalisch höchste Qualität bieten, ist weithin bekannt. Unsere Gäste kommen regelmäßig aus einem Umkreis von bis zu 100 km. Schnell ist auch immer das Dîner ausgebucht. Nicht wenige Musikbegeisterte machen den Besuch eines Irseer Dîner-Konzerts zum besonderen Geschenk.

 

Der Festsaal: ein Konzertraum und seine Geschichte

Der Festsaal bietet Platz für 200 Gäste. Einst befand sich an diesem Ort die Bibliothek des Klosters. Wer die Raumarchitektur zu lesen versteht, erkennt an den Fensterfluchten zwei Ebenen, die die ehemalige Funktion verraten. Entlang der oberen kleineren Fenster darf man sich einen Umlauf mit zierlichen Bücherregalen vorstellen, während unten Platz für großformatige Drucke und Handschriften war. Historisch betrachtet war der Raum nicht als Ort für künstlerische Aufführungen gedacht – als Saal, der Besucher zu beeindrucken vermag aber allemal.

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Irseer Pegasus

Anfang Januar

Irseer Pegasus

Einmal jährlich, Anfang Januar findet der „Irseer Pegasus“ statt. Schriftstellerinnen und Schriftstellern bewerben sich mit einem unveröffentlichten Text. Eine Fachjury wählt aus und lädt 15 von ihnen nach Kloster Irsee ein. Die Eingeladenen lesen einander ihre Texte vor und diskutieren diese. Die Literaturpreise des Irseer Pegasus werden zum Abschluss des dreitägigen Treffens öffentlich verliehen. Dass die Schreibenden den Autorenpreis in geheimer Wahl untereinander vergeben, ist einzigartig in der Landschaft der Literaturpreise.

Veranstalter des Irseer Pegasus sind die Schwabenakademie Irsee und der Verband deutscher Schriftsteller (VS) in Bayern.

www.irseer-pegasus.de

 

Erfolgreiche Literaturförderung in Schwaben seit über zwei Jahrzehnten

Pegasus, zuhause in Irsee

Im 18. Jahrhundert herrschte im ehemaligen Benediktinerkloster Irsee ein gewisser Wohlstand. Der Konvent pflegte Wissenschaften und Künste und machte sich darin einen Namen weit über die Region hinaus.

Bei der Sanierung des Ordensgebäudes in den 1970er Jahren wurden auch die historischen Türen restauriert, 200 weißgetünchte Türblätter hatten überdauert, 48 davon stammten aus der Barockzeit. Auf einem dieser Türblätter entdeckten die Restaurateure unter zahlreichen Farbschichten einen unerwarteten, kleinen Schatz: ein Pegasus, das geflügelte weiße Ross der griechischen Mythologie, auf dem Gipfel des Parnass (s.u.).

Der Pegasus gilt als Symbol musischer Inspiration. Bekannt ist er auch unter der Bezeichnung „Dichterross“. Zwar ist Kloster Irsee historisch betrachtet kein herausragender Ort poetischer Praxis. Die Darstellung des Pegasus darf aber allgemein in Bezug auf das Selbstverständnis des damaligen Benediktinerkonvents gedeutet werden, eine Heimat der Künste zu sein. Stellvertretend seien die Irseer Ordensbrüder Meinrad Spies (Komponist) und Magnus Remy (Maler) genannt.

 

Die Anfänge der Literaturförderung in Irsee

Die Idee zum Autorentreffen und der Verleihung eines Literaturpreises „Irseer Pegasus“ beginnt Anfang der 1990er Jahre zu keimen. Zu dieser Zeit hatte sich die Schwabenakademie als Veranstalterin in den Klostermauern gut etabliert. Parallel dazu erkannten Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus der Region das reizvolle Potenzial des ehemaligen Benediktinerstifts, ein Ort lebendigen Literaturschaffens zu sein. Einer der Visionäre war Martin Walser, der hier unter anderem im „Schwäbischen Kunstsommer“ öffentlich auftrat. Dass auch die „Gruppe 47“ ganz in der Nähe, am Allgäuer Bannwaldsee, aus der Taufe gehoben worden war, war allen noch gut im Gedächtnis. Manches Charakteristikum der Veranstaltung folgt diesem prominenten Vorbild.

Im Jahr 1999 konnte das erste Treffen in Irsee stattfinden. An der Schwelle zum neuen Jahrtausend traf man sich von Sonntag, 3. Januar an für drei Tage, um miteinander eigene literarische Texte zu besprechen. Im Rahmenprogramm gab es zwei Diskussionsrunden und einen Abend der zeitgenössischen Mundartliteratur.

Den Namen „Irseer Pegasus“ verdankt das Projekt Peter Dempf, dem renommierten, aus Augsburg stammenden Autor historischer Stoffe. (Hat er einfach diesen Namen vorgeschlagen?) Die Idee, dass die Teilnehmenden des Treffens, den Preis unter sich vergeben, brachte Ernst Mader, Autor aus dem Ostallgäu, ein. Der damalige Bezirkstagspräsident Georg Simnacher sorgte für die Dotierung des Literaturpreises. Seit 2019 werden die ausgewählten Bewerber*innen des Irseer Pegasus zur kostenfreien Teilnahme eingeladen und dadurch vor allen anderen ausgezeichnet. Daneben besteht weiterhin die Chance im Rahmen des Autorentreffens einen Literaturpreis Irseer Pegasus zu erhalten.

Bis 2012 bildeten Eva Leipprand, Fritz Reutemann und Rainer Wochele zusammen mit Akademiedirektor Rainer Jehl die Jury. Heute verantwortet Sylvia Heudecker das Projekt für die Schwabenakademie; in der Jury arbeiten Markus Orths und Thomas Kraft sowie jährlich wechselnd eine Gastjurorin.

Die Förderung der Literatur gehört im Rahmen der Kulturarbeit des Bezirks Schwaben zu den wichtigen Aufgaben. Davon ist Martin Sailer, schwäbischer Bezirkstagspräsident, überzeugt.

 

Mythos des geflügelten Pferdes

Die griechische Mythologie berichtet, dass Zeus seinem Sohn Perseus den Auftrag erteilte, die schreckliche Medusa zu töten. Anstelle von Haaren wuchsen ihr Schlangen aus dem Kopf. Wer Medusa anblickte, musste zu Stein erstarren. Perseus gelang es aber, sie zu enthaupten. Aus dem toten Medusenkörper schälte sich Pegasus, das weiß, geflügelte Pferd. Sofort flog Pegasus zum Helikon-Gebirge, wo die Musen wohnten. Diese neun göttlichen Schwestern inspirierten Dichter, Musiker und andere Künstler. Aus Dankbarkeit für die Gastfreundschaft der Musen schlug Pegasus kräftig mit seinem Huf auf dem Berg auf. An dieser Stelle sprudelte dann die Hippokrene (Pferdequelle). Ihr Wasser verleiht jedem, der davon trinkt, poetische Gaben.

 

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Geschichte und Kultur der Juden in Schwaben

Geschichte und Kultur der Juden in Schwaben

Juden in Schwaben

Jüdisches Leben gehört zur Kultur Bayerisch-Schwabens. Die spezifische Geschichte und die Entfaltung des Judentums in unserer Region zu erforschen hat sich die wissenschaftliche Tagungsreihe „Geschichte und Kultur der Juden in Schwaben“ vorgenommen. Gemeinsam mit der Bezirksheimatpflege richtet die Schwabenakademie diese Tagung seit mehr als drei Jahrzehnten aus.

Antisemitismus heute

Die seit 1989 jährlich stattfindenden Tagungen zur Geschichte und Kultur der Juden in Schwaben haben sich immer wieder mit den historischen Ausprägungen des Antijudaismus und des Antisemitismus befasst und ihren Blickwinkel auch auf die Zeit nach 1945 gerichtet. Die antisemitischen Gewalttaten der letzten Jahre und die mediale Präsenz von antisemitischen Äußerungen zeigen eine neue Qualität.

Jüdisches Museum in Augsburg

Schwabens jüdisches Leben hat eine reiche Geschichte und eine lebendige Gegenwart. Im Jahr 1985 wurde das Jüdische Museum Augsburg Schwaben im Westtrakt der eindrucksvollen Augsburger Synagoge eingerichtet. Es ist das erste, von einer Stiftung getragene Jüdische Museum der Bundesrepublik. Der Kern seiner Aufgabe liegt darin, aus der jüdischen Geschichte in Bayerisch-Schwaben heraus Bezüge zu gegenwärtigen gesellschaftlichen Fragen herzustellen. Es ist ein Ort, an dem Aspekte von Migration, Integration, Heimat und Kultur aus der Perspektive einer Minderheit diskutiert werden. Und es ist ein Ort, an dem gezeigt wird, dass Vielfalt weder Bedrohung noch Bereicherung, sondern Normalität ist.

Die Dauerausstellung ist im Synagogengebäude Halderstraße in der Augsburger Innenstadt untergebracht. Eine Besichtigung der Ausstellung umfasst auch einen Blick in die prächtige, 1917 eingeweihte Synagoge, die von der Jüdischen Gemeinde genutzt wird. Ein weiterer Standort befindet sich in der ehemaligen Synagoge Kriegshaber. Sie ist die älteste erhaltene Synagoge in Bayerisch-Schwaben und wurde 2014 eröffnet.

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Kultururlaub

15.4.2021 – 19.4.2021

Kultururlaub

Der „Kultururlaub“ macht Irsee zum Urlaubsort für Genießer! Wer sich nach Ruhe und Erholung sehnt und zugleich sein en Geist anregen möchte, wer die feine Küche schätzt und in der Allgäuer Landschaft schwelgen will, wer schließlich neugierig ist, welche ungeahnten Geschichten an diesem Ort verborgen sind – dem bietet der „Kultururlaub“ ein einzigartiges Erlebnis.

In der Osterwoche 2021 öffnet das ehemalige Benediktinerstift seine Tore, exklusiv für die Gäste des Kultururlaubs. Sie können an einem Seminar Ihrer Wahl teilnehmen und sich an einem abwechslungsreichen kulturellen Rahmenprogramm erfreuen. Wir laden Sie ein, über die Dauer Ihres Seminars hinaus den Aufenthalt hier zu genießen. Auch jene, die im Rahmen dieses Angebots Kloster Irsee als Ausgangspunkt für eigene Erkundungen der Region nutzen wollen, sind herzlich eingeladen.

Die Entscheidung, ob Sie sich den „Kultururlaub“ mit der Teilnahme an einem Kurs gönnen oder ob Sie sich auf das abwechslungsreiche Programm der „Irseer Potpourri“ konzentrieren, steht Ihnen ganz frei.

EIGENSTÄNDIGE ERKUNDUNGEN

Irsees ländliche Architektur zeugt von einer jahrhundertelangen Tradition. Seit vielen Jahren lassen sich Künstler hier nieder und präsentieren ihre Arbeiten. Gehen Sie auf Entdeckungstour im Ort selbst; streifen Sie aber auch durch die herrliche Natur der näheren und weiteren Umgebung. Hier stehen Sie an der Pforte zum herrlichen Allgäuer Voralpenland, das gesegnet ist mit wunderbaren Landschaften, Flüssen und Seen, Wäldern und Wiesen, Burgen und Klöstern, gemütlichen Dörfern und schmucken Städten. Um die hiesige Natur und Kultur zu erkunden ist Kloster Irsee der ideale Ausgangspunkt.

IN IRSEE

Entdecken Sie die Kunstwerke und Ateliers von Irseer Künstler/innen: Peter Zeiler, Christian Rudolph, Helen Ribka Peter Müller, Barbara Ehrengruber. Besuchen Sie die Geschichtswerkstatt Irsee oder das Brauereimuseum.

Abends trifft man sich auf ein frisches Bier oder einen gepflegten Wein im Stiftskeller von Kloster Irsee, im Klosterbräu oder in der Kleinkunstkneipe Altbau.

Wer Sport treiben und etwas für seine Gesundheit tun will, findet die Sauna in Kloster Irsee mit kleinem Fitnessbereich, reizvolle Routen zum Spazierengehen, Joggingstrecken für jeden Geschmack.

IM ALLGÄU

In der Umgebung Irsees finden Sie folgende Orte und Sehenswürdigkeiten:

Irsee – Kaufbeuren 7 km
Kaufbeuren
: Crescentia-Kloster, Stadtmuseum, Kunsthaus, Schwimmbad im Jordan Park

Irsee – Bad Wörishofen 15 km
Bad Wörishofen, Kneippkurort: Thermalbad Südseetherme, Kurpark, Sebastian Kneipp-Museum

Irsee – Marktoberdorf 20 km
Marktoberdorf
: Kurfürstenallee, Bayerische Musikakademie im fürstbischöflichen Schloss (Konzertprogramm), Kunsthaus

Irsee – Kempten 40 km
Kempten, „Hauptstadt des Allgäus
“: Veranstaltungszentrum BigBox, Theater in Kempten, APC-Römerpark und Stiftstadt

Irsee – Memmingen 45 km
Memmingen: Stadt der Reformation, Landestheater Schwaben, MeWo-Kunsthalle

Irsee – Füssen 46 km
Füssen: Stadt des Lauten- und Geigenbaus, Schloss Neuschwanstein (Hohenschwangau)

 

Informieren Sie sich auch über www.allgaeu.de

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Literaturfestival Nordschwaben

März

Literaturfestival Nordschwaben

Premiere 2022

Hochkarätige Autorinnen und Autoren kommen im März 2022 zum ersten Literaturfestival Nordschwaben in die Landkreise Donau-Ries und Dillingen a.d.Donau. In reizvollen Kulissen werden sie ihre neuesten Bücher vorstellen. Lesungen finden in ehemaligen Brauereien und Lichtspielhäusern, Synagogen und Klöstern, Zeughäusern, Kasernen, Schlössern statt. Das neue Festival erweitert das kulturelle Veranstaltungsangebot für die einheimische Bevölkerung und spricht neue Publikumsgruppen an. Lesungen, literarisch-musikalisches Kabarett und Gespräche über Literatur, Politik, Geschichte und Wissenschaft stehen auf dem Programm.

www.literaturfestival-nordschwaben.de

Gemeinsam in der Region, für die Region

Das Literaturfestival Nordschwaben sollte bereits im Frühjahr 2020 mit einem Aufgebot an großen Namen starten. Zu ihnen gehören Joachim Gauck, Harald Lesch, Vea Kaiser, Denis Scheck. Doch angesichts der Corona-Pandemie musste das neue Festival im Bezirk Schwaben erst um ein Jahr und dann noch um ein weiteres Jahr verschoben werden.

Das Festival ist ein echtes Gemeinschaftsprojekt: Verschiedenste öffentliche und private Veranstalter aus den Landkreisen Donau-Ries und Dillingen a.d.Donau im Norden Bayerisch Schwabens haben sich zusammengeschlossen, um ein ambitioniertes literarisches Kulturprogramm für ein breites Publikum anzubieten. Kräftig unterstützt werden sie dabei vom Bezirk Schwaben, den beiden Landkreisen und Förderern wie der LEW, den Sparkassen und Raiffeisenbanken.

Das Literaturfestival Nordschwaben steht für aktuelle Literatur und Autorenpersönlichkeiten zum Anfassen. Hier treten Gäste auf, deren Bücher auf den Bestenlisten stehen. In der gesamten Region finden Veranstaltungen statt, die dazu einladen, aktuelle Romane und Erzählungen, bewegende Biografien oder spannende Sachbücher kennenzulernen. Zum Abschluss treten bei einem Tag der Regionalliteratur heimische Autorinnen und Autoren auf und geben Einblick in ihr literarisches Handwerk

Die Idee zum Literaturfestival Nordschwaben stammt aus der Schwabenakademie Irsee. Dr. Sylvia Heudecker, heute Projektleiterin des Festivals, präsentierte im Frühjahr 2018 vor interessierten Kulturpolitikern und Veranstaltern ein erstes Festivalkonzept. Gemeinsam mit dem künstlerischen Leiter Dr. Thomas Kraft, Lydia Edin, Leiterin des Kulturamts im Landkreis Dillingen a.D. Donau, Jennifer Werner, Regionalmanagerin des Landkreises Donau-Ries, und ihrem Vorgänger Klemens Heininger feilte sie das Konzept aus.

 

So schreibt man im Norden

Mit der eintägigen Veranstaltung „Regionale Autorinnen und Autoren erleben“ präsentiert das Literaturfestival Nordschwaben ein Forum, das Literaturinterschaffende und Literaturinteressierte zusammenbringt. Initiiert wurde dieser Tag von Autorinnen und Autoren von Gundelfingen bis Auhausen, von Laugna bis Monheim. Die Verantwortlichen planen ein Lesungsprogramm, das Einblick in das breite literarische Schaffen in der Region gibt. Aber auch Mitmachaktionen in Sachen Literatur sollen Gelegenheit bieten, die Faszination des Schreibens und des Lesens zu erleben. Jung und Alt werden hier gleichermaßen auf ihre Kosten kommen.

 

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Orgelvespern

Orgelvespern

Der Klang des Barock in Süddeutschland

Seit der Mitte des 18. Jahrhunderts thront in der Irseer Klosterkirche die Orgel. Das nahezu vollständig original erhaltene Instrument wurde von Balthasar Freiwiss, dem renommierten Orgelbauer aus dem unweit gelegenen Aitrang gefertigt. Die prunkvolle Bauweise mit Registerzügen und Pfeifen ist ausgerichtet auf die zeitgenössisch Kompositionsweisen, wie sie typisch für Musiker Süddeutschlands und Österreichs waren. Um dem heutigen Publikum den akustischen Genuss des Instruments zu ermöglichen, finden jedes Jahr vom Frühling bis in den Herbst hinein fünf Orgelvespern statt.

Benediktinische Musiktradition in Irsee

1704 wurde die Abteikirche des Benediktinerklosters Irsee geweiht. Doch die Mönche mussten noch ein halbes Jahrhundert auf eine Orgel warten, die dem prächtigen Kirchenraum gerecht wurde. Basierend auf einem „Accord wegen einer newen Kirchen-Orgl in das Reichs-Gotteshaus Yrrsee mit H. Balthasar Freüwis Orgelmachern zu Aytrang. de anno 1752“ konnte das Instrument endlich entstehen.

Eingeweiht wurde die Orgel im Jahr 1754. Für die Klostergemeinschaft war dies ein Ereignis von höchster Bedeutung, denn nach eigenem Selbstverständnis ein, wenn auch kleines Zentrum der Musik in Deutschland. Waren doch der Komponist Meinrad Spieß und der Mathematiker Ulrich Weis zwei Irseer Patres, die der berühmten, sehr exklusiven „Correspondierenden Societät der musicalischen Wissenschaften in Deutschland“ angehörten. Neben den Irseer wirkten in dieser Leipziger Societät unter anderem Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel und Georg Philipp Telemann.

Mit der Säkularisation verlor Irsee die benediktinische Ordensgemeinschaft. Die Orgel aber blieb von den tiefgreifenden Änderungen unbehelligt. Sie beeindruckt noch heute durch ihre originale Ausstattung. Die ausgeprägten Rokokoformen ihrer reich vergoldeten Schauseite mit der schwungvoll-detailliert ausgearbeiteten Bekrönung bis unters Kirchengewölbe fällt beeindruckend ins Auge. Ein himmlisches Orchester mit Putten, die Posaune, Horn, Fagott, Schalmei und Harfe spielen, macht die Gestaltung außerordentlich lebhaft. Die 1999 restaurierte Orgel wurde in ihrer ganzen Frische vollkommen bewahrt.

Die Irseer Orgel schlägt eine akustische Brücke von der Gegenwart zurück in die Vergangenheit. Sie macht barocke Festlichkeit, Gottesnähe und die Ekstatik des damaligen Lebensgefühls wieder lebendig. Seit 1993 veranstaltet die Schwabenakademie gemeinsam mit der örtlichen Pfarrgemeinde die Irseer Orgelvespern. Jedes Jahr werden namhafte Organisten engagiert, die über viel Erfahrung im Spiel auf historischen Instrumenten verfügen und wissen, welche Literatur die Besonderheiten dieses sakralen Tasteninstruments am besten zur Geltung bringt. Verantwortlich für das musikalische Programm zeichnet seit Beginn der Orgelvespern Roland Götz aus Augsburg. Liebevoll und stolz spricht er von seinem Instrument als der „Freiwißin“.

 

Der besondere Orgeltypus

Die Irseer Orgel gehört zur Gruppe der „Fensterorgeln“. Solche finden sich in unmittelbarer geografischer Nähe: etwa in Weingarten, Diessen oder Obermarchtal. Bei dieser Art von Orgeln umrahmt der Prospekt ein großes Mittelfenster, das für die Belichtung des Kirchenschiffs wichtig ist. In Irsee wurde beim Einbau der Orgel das Fenster durch das seitlich angebrachte Haupt- und Pedalwerk leicht zugebaut. Die symmetrisch angeordneten Elemente sind oberhalb der Fensteröffnung durch ein dreiteiliges Kronwerk miteinander verbunden.

 

https://www.irsee.de/kirchen-pfarreien-und-vereine/die-klosterkirche/die-balthasar-freiwiss-orgel

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Philipp-Hainhofer-Kolloquium

Philipp-Hainhofer-Kolloquium

Der Augsburger Patrizier Philipp Hainhofer ist einer der prominentesten Akteure im Spannungsfeld von Kunst, Politik und Diplomatie in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts nördlich der Alpen. Augsburg war damals eine der führenden europäischen Wirtschafts- und Kunstmetropolen. Hainhofer wurde von Fürsten und Gesandten als Vermittler und Kunstagent in Anspruch genommen. Die Künstler seiner Heimatstadt versorgte er mit so vielseitigen Aufträgen, dass er als „Vater der Augsburger Künstler“ galt. Seine Reiseberichte sind eine der wertvollsten Quellen der Politik- und Kulturgeschichte des 17. Jahrhunderts.

 

Ausgehend von dem Kunsthändler Philipp Hainhofer und seiner Zeit greifen die Kolloquien Themen auf, die sowohl die ganze Vormoderne abdecken, als auch eine thematische Weiterführung in die Gegenwart erlauben. Den Rahmen bildet das Langzeitprojekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) „Kommentierte digitale Edition der Reise- und Sammlungsbeschreibungen Philipp Hainhofers (1578–1647)“.

Die Philipp-Hainhofer-Kolloquien sind ein Kooperationsprojekt der Schwabenakademie Irsee mit Prof. Dr. Dr. Andreas Tacke, Leiter der Trierer Arbeitsstelle für Künstlersozialgeschichte (TAK). Professor Tacke vertritt dabei das Hainhofer-Langzeitprojekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft, welches er zusammen leitet mit Prof. Dr. Peter Burschel, Direktor der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel: Forschungs- und Studienstätte für europäische Kulturgeschichte (HAB).

II. Philipp-Hainhofer-Kolloquium: Das Meer in der Kammer. Maritime Themen und Materialien in Kunstkammern der Frühen Neuzeit

III. Philipp-Hainhofer-Kolloquium: Der Künstler als Buchhalter. Serielle Aufzeichnungen zu Leben und Werk

 

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Pomona. Akademie zur Jahreswende

28.12.-3.1.

Pomona. Akademie zur Jahreswende

Winterurlaub für Bildungsgenießer

„Pomona. Akademie zur Jahreswende“ bietet seit beinahe vierzig Jahren die besondere Gelegenheit, mit Gleichgesinnten zusammen zu kommen, neue Menschen kennen zu lernen  und den Beginn des neuen Jahrs festlich zu feiern. Ein volles Programm erfüllt die Tage von 28. Dezember bis 3. Januar. Doch entscheiden die Gäste der Pomona ganz frei darüber, an welchen Programmpunkten sie teilnehmen oder lieber sagen: „Dieser Nachmittag gehört mir!“ und die herrliche Allgäuer Natur genießen.

Quintessenz des Akademieangebots

Wie die Bezeichnung „Akademie zur Jahreswende“ vermuten lässt, finden Pomona-Gäste in diesen Tagen um Silvester und Neujahr in Irsee eine Auswahl von all dem, was die Akademie übers Jahr anbietet. Mit den Kursen zur Geistes- und Kulturgeschichte, den Werkstattkursen und dem abwechslungsreichen Rahmenprogramm mit Lesungen, Vorträgen, Konzerten, Exkursionen lockt ein attraktives Programmpaket nach Irsee. Die exquisiten Genüsse der Irseer Küche sorgen stets für das leibliche Wohlbefinden – ein weiterer Grund für viele zu kommen.

Die Pomona steht jeweils unter einem Motto. Im vergangenen Jahr war es „Schönheit. Mit einem Ideal unterwegs durch die Kulturgeschichte“. Einige der Dozenten kommen auch übers Jahr nach Irsee, so wie Marion und Markus von Hagen, Thomas Krehahn oder Armin Strohmeyr. Neben ihnen prägen diese Woche Marianne Porsche-Rohrer (Apothekenwerkstatt), Chritine Rietzler (Singen), Kathrin Holly (Geschichte), Larissa Nowomiejski (Tanz und Bewegung), Martin Beckers (Malerei) oder Marina Lo Ré (Malerei).

Die Leitung der Pomona liegt seit 2014/15 bei Marion von Hagen. Davor hielt viele Jahre Anne-Rose Niederhammer das Pomona-Zepter in der Hand. Der Name Pomona spielt freilich auf das bemerkenswerte Frauenmagazin der Sophie von La Roche an, in dem es um unter anderem um Gesundheit, Kunst, Philosophie und Bildung ging.

 

Paradies im St. Andreas-Graben

Wenn Sie in den Vereinigten Staaten zuhause wären oder noch nie etwas mit der Schwabenakademie zu tun gehabt hätten, könnten Sie „Pomona“ hören und sagen: Liegt das nicht in Kalifornien? Recht hätten Sie. Pomona war einst ein kleiner Ort, wuchs zu einer Stadt und gehört heute als Vorort zur Millionenmetropole Los Angeles mit rund 150.000 Einwohnern. Ihren Namen erhielt die Stadt, weil Früchte hier besonders üppig gedeihen. Bekannt ist Pomona vor allem für seine Zitrusfrüchte und Weinreben.

Aus Pomona stammen unter anderem die berühmte Hollywoodschauspielerin Jessica Alba (* 1981) und der Ausnahmemusiker Tom Waits (*1949).

 

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Schwäbischer Kunstsommer

Schwäbischer Kunstsommer

Kunst leben: die besondere Künstlerkolonie

Der Schwäbische Kunstsommer bietet seit über drei Jahrzehnten eine hochkarätige Fortbildungsmöglichkeit für Künstlerinnen und Künstler. Eine Woche lang leben und arbeiten sie unter dem Dach von Kloster Irsee in sog. „Meisterklassen“. Der Schwäbische Kunstsommer ist eine renommierte, international bekannte Sommerakademie. Besonders im Fokus steht die interdisziplinäre Begegnung der Teilnehmenden. Die festliche Kunst-Sommernacht heißt die Öffentlichkeit willkommen und lädt sie ein, in zeitgenössisches Kunstschaffen einzutauchen.

Kunstschaffende von Rang und Namen

In den letzten Jahren kamen, um die Malereiklassen zu leiten, neben vielen anderen Bernd Zimmer, Jerry Zeniuk, Sati Zech, Karin Kneffel, Konrad Winter, Holger Bunk, Thomas Bechinger, Heribert C. Ottersbach, Helge Leiberg, Markus Lüpertz. Für Illustration stehen etwa Line Hoven, Anke Bär, Martin Tom Dieck, Ulrike Steinke oder Quint Buchholz. Linda Schwarz, Friedhelm Kickeben, Volker Lehnert, Georges Wenger oder Liz Ingram sind nur einige von denen, die die Druckgrafikklasse übernahmen. Judith Samen, Anja Schlamann, Beate Passow, Rudi Meisel, Dieter Rehm oder Josef Schulz stehen für Fotografie. In der Literatur erscheinen so klangvolle Namen wie Nora Gomringer, Katja Lange-Müller, Gert Heidenreich, Hanns-Josef Ortheil, Ulf Stolterfoht, Ilja Trojanow, Monika Rinck, Theresia Walser, Tobias Elsäßer, Mirko Bonné, Georg Klein und Jan Wagner. In den vergangenen Jahren haben Tanja Wawra und Philipp Amelung das Chorgeschehen, geprägt, während Jochen Heckmann und Adriana Mortelliti für Zeitgenössischen Tanz stehen. Textilkunst lag in den Händen u.a. von Britta Ankenbauer, Bobby Britnell, Ruth Isset, Jette Clover und Mirjam Pet-Jacobs.

 

 

Künstlerische Weiterbildung seit über 3 Jahrzehnten

Der „Schwäbische Kunstsommer“ ist einer der Höhepunkte des Irseer Kulturlebens. Er findet traditionell in der ersten Woche der bayerischen Sommerferien statt. Erstmals realisiert wurde die Veranstaltung im Jahr 1988. Die Konzeption hatte Dr. Rainer Jehl, seinerzeit Leiter von Kloster Irsee und Direktor der Schwabenakademie, gemeinsam mit Dr. Michael Kochs (Universität Augsburg) entwickelt. Ziel war es, ein innovatives künstlerisches Weiterbildungsformat zu präsentieren, mit dem das Allgäu und die Region Bayerisch Schwaben ins Bewusstsein rücken sollte. Dabei hatte man sowohl professionell Kunstschaffende als auch talentierte Laien im Blick. Malerei, Literatur, Druckgrafik, Skulptur, Tanz oder Chor sollten im Allgäu eine Heimat abseits der städtischen Kunstzentren finden. Zu den angebotenen Disziplinen gesellten sich u.a. auch Fotografie und Textilkunst. Von Beginn an ging es darum, einem hohen künstlerischen Anspruch gerecht zu werden und einen Ort der interdisziplinären Begegnung und Zusammenarbeit zu schaffen. In „Mittagsgesprächen“ und „Abendwerkstätten“ präsentieren die leitenden Künstler*innen sich und ihre Kunst, um mit den Teilnehmenden ins Gespräch zu kommen.

Während die Künstler*innen eine Woche lang in der abgeschiedenen, inspirierenden Atmosphäre des ehemaligen Benediktinerstift konzentriert arbeiten können, bietet die öffentliche Kunst-Sommernacht die Gelegenheit, sich nach außen zu präsentieren. Bis zu 130 Künstler*innen können dem Motto „Kunst leben“ nach ihrer erfolgreichen Bewerbung in den ersten Augusttagen jeden Jahres folgen. Zur festlichen Abschlussveranstaltung der Kunst-Sommernacht erwarten die Teilnehmenden jedes Jahr rund 1.000 Gäste.

 

Textilkunst

Unter den Bildenden Künsten hat die Textilkunst keinen leichten Stand. Bis vor einigen Jahren fehlte ihr beinahe jede Anerkennung. Denn – so das Vorurteil – das Textile habe sich nicht vom ‚Handarbeiten‘ gelöst, es bleibe im Handwerklichen stecken und sei nicht als eigenständige künstlerische Disziplin zu erkennen. Während sich Textilkunst im anglophonen Sprachraum schon seit langem behaupten kann, beginnen sich die Dinge zwischenzeitlich auch hier zu verändern.

Als Ort der Vermittlung textilkünstlerischen Know-hows ist die Schwabenakademie schon seit beinahe 30 Jahren bekannt. Prominente Vertreterin der Disziplin ist Dörte Bach. Auch im Schwäbischen Kunstsommer ist Textilkunst heute zuhause. Viele international renommierte Künstlerinnen kamen schon nach Irsee. Als Leiterin der Meisterklasse im diesjährigen Kunstsommer wird Karina Thompson, Großbritannien, erwartet.

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