10 Dezember – 12 Dezember 2021
No. 21080

Konferenz

Entfällt - Der Künstler als Buchhalter
Serielle Aufzeichnungen zu Leben und Werk

Entfällt - Der Künstler als Buchhalter
Philipp-Hainhofer-Kolloquium III
Beginn 18.00 Uhr mit dem Abendessen
Ende ca. 12.30 Uhr mit dem Mittagessen

Preis inkl. 2x Vollpension
EZ 261 € / DZ 228 €

 

Gefördert vom Hessischen Landesamt für geschichtliche Landeskunde (HLGL, Prof. Dr. Holger Th. Gräf, Marburg), dem Bezirk Schwaben, der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Trierer Arbeitsstelle für Künstlersozialgeschichte (TAK).

 

Die Welt der Kunst und die der Buchhaltung sind einander vollkommen fremd. Diese landläufige Annahme stellt das III. Philipp-Hainhofer-Kolloquium in Frage. Denn Künstler dokumentieren seit der Frühen Neuzeit ihr Schaffen in „Arbeitsbüchern“ (synonym zu „Geschäftsbuch“, „libro di ricordo“, „livre de raison“, „account book“, „memorieboek“). Ein eindrückliches Beispiel bietet Claude Lorrains „Liber Veritatis“. Andere führen Werkverzeichnisse; zu ihnen gehört Paul Klee mit seinem handschriftlichen Œuvre-Katalog. Rechenschaft über ihre künstlerische Produktion und den ökonomischen Ertrag legen Künstler auch in Korrespondenzen, Tage- bzw. Reisebüchern ab. Familienmitglieder, Kunsthistoriker, Händler oder Stiftungen sind ebenfalls „buchhalterisch“ aktiv. Sofern sie gleichzeitig Akteure auf dem Kunstmarkt sind, nehmen sie oft Einfluss auf den Marktwert einzelner Künstler.

Mit dem III. Philipp-Hainhofer-Kolloquium greift zum ersten Mal eine wissenschaftliche Tagung das Thema des Künstlers als Buchhalter auf; Fallstudien von der Renaissance bis zur Gegenwart werden ergänzt um Beiträge zu hessischen Künstlern als Vergleichsgruppe.

Die Ergebnisse der Tagung werden 2022 als Band 3 der im Michael Imhof Verlag erscheinenden Hainhoferiana veröffentlicht. Über die Tagungsbeiträge hinaus wird der Band erweitert um Aufsätze von Ursula Timann über Philipp Hainhofer (1578–1647) als Kunsthändler, von Manuel Kehrli über Johann Rudolf Huber (1668–1748), von Karoline Feulner über Max Slevogt (1868–1932) und von Andreas Tacke über Waldemar Otto (1929–2020).