05 November – 07 November 2021
No. 21069

Konferenz

Das Meer in der Kammer
Maritime Themen und Materialien in Kunstkammern der Frühen Neuzeit

Das Meer in der Kammer
2. Philipp-Hainhofer-Kolloquium
Beginn 18.00 Uhr mit dem Abendessen
Ende ca. 12.30 Uhr mit dem Mittagessen
Preis inkl. 2x Vollpension
EZ 273 € / DZ 233 €

 

 

LEITUNG

Dr. Markwart Herzog, Irsee
Dr. Sylvia Heudecker, Irsee
Prof. Dr. Dr. Andreas Tacke, Trier
Dr. Michael Wenzel, Wolfenbüttel
in Kooperation mit Dr. Robert Bauernfeind, Augsburg

 

Gefördert von dem DFG-Langzeitvorhaben „Kommentierte digitale Edition der Reise- und Sammlungsbeschreibungen Philipp Hainhofers (1578–1647)“ und dem Bezirk Schwaben sowie der Schwabenakademie Irsee und der Trierer Arbeitsstelle für Künstlersozialgeschichte (TAK).

 

Die nach einer Idee von Robert Bauernfeind (Universität Augsburg) konzipierte Tagung hat sich zum Ziel gesetzt, die Kunstkammern als eine Sammlungsform der Frühen Neuzeit zu untersuchen. Ihr charakteristischer Aufbau bestand im Nebeneinander von Kunstwerken (artificialia) und Naturobjekten (naturalia) und zielte im Idealfall auf eine universelle Repräsentation der Schöpfung ab (der Makrokosmos im Mikrokosmos bzw. die Welt in der Kammer). Die Tagung will beleuchten, in welcher Weise das Meer in derartigen Sammlungen repräsentiert wurde: Einerseits stammten viele Materialien typischer Kunstkammerstücke wie Korallen und Nautilus-Gehäuse aus dem Meer, andererseits konnte das Meer auch ikonographisch, etwa personifiziert durch mythologische Figuren, im Sammlungsgefüge dargestellt werden. Die Tagung reagiert damit sowohl auf das gestiegene Interesse am Meer als Thema der Geschichtswissenschaften als auch auf aktuelle methodische Fragen zur Materialität als einem Schwerpunkt kulturwissenschaftlicher Forschung.

Philipp Hainhofers Auseinandersetzung mit maritimen Objekten in Kunstkammern erörtern zwei Referate: Im Eröffnungsvortrag spricht Prof. Dr. Ulinka Rublack (Cambridge) über „Hainhofer und das Meer“, Dr. Michael Wenzel (Wolfenbüttel) stellt Hainhofers Besuche in der Münchner Kunstkammer vor und analysiert seine Sicht auf die seinerzeit dort gesammelten „schneggen vnd Meergewechs“.